Die erste Zeit

Jaka fügte sich vom ersten Augenblick an in mein Leben ein. Da ihr Erscheinen nun doch etwas spontaner war als geplant, hatte ich keine Gelegenheit mir Urlaub zu nehmen. So musste Jaka gleich am nächsten Tag zu meiner Mutter in den Garten. Als ich ging, lag sie vor dem Tor, als ich später wiederkam, lag sie immer noch vor dem Tor. Sie freute sich riesig und sang mir ein kleines Begrüßungslied. Laut meinr Mutter hatte sie die ganze Zeit dort gelegen und sich nicht weggerührt. Aber schon nach zwei Tagen hatte sie verstanden, dass ich immer wieder komme und gab ihre Warteposition vor dem Gartentor auf. Meine Katzen zuhause wurden einfach ignoriert, nur nachts schlich sich die Dame in die Küche und klaute das Katzenfutter. Damit ich das nicht bemerkte legte sie sich vor dem Futternapf flach auf den Boden, dann knusperte es nicht so laut.

Trotz der Aussage, dass Jaka nie frei laufen darf, ließ ich sie im Hundeauslaufgebiet von der Leine. Sie trabte hinter meinen Hacken wie ein Schaf. Mit Jaka war alles kein Problem. Anderen Hunde begegnete sie freundlich zurüchhaltend. Nur mit meiner Patenhündin Wilma gab es beim ersten Zusammentreffen einen Riesenknall. Jaka fand es nicht lustig, dass Wilma mich für sich beanspruchte und Wilma war sauer, dass Jaka ihr das verwehren wollte. Nach einem Riesengekreische und einem Löchlein in Jakas Ohr waren die Fronten erstmal geklärt. Jaka lies Wilma an mich heran und Wilma hielt sich dafür bei mir sehr zurück. Daraufhin stand einer Freundschaft der Beiden nichts mehr im Wege und sie hat sich bis heute gehalten.
Wenige Tage nach Jakas Ankunft lernte ich in einem Futterhandel eine Frau mit einer Galgo espanol Hündin kennen. Wir verabredeten uns etwas später zum Waldspaziergang. Bei diesem Spaziergang trafen wir auch noch einen Whippet und zwei Azawakhs. Die ersten Windhundfreundschaften wurden geschlossen, sie halten ebenfalls bis heute. Seit dem ging ich nur noch selten alleine in den Wald. Jaka genoss die Gesellschaft sichtlich, sie blühte auf, wurde selbstbewusster und auch frecher.
Sie fing an, im Wald auch mal ihre eigenen Wege zu gehen, das heißt, ich durfte manchmal ziemlich lange darauf warten, dass die Dame mal wieder bei mir vorbeikam. Wurde ich ärgerlich, war sie auf der Stelle der liebste Hund der Welt mit den unschuldigsten Augen. Aber Jaka konnte wirklich gut unterscheiden, ob ich nur genervt oder tatsächlich richtig ärgerlich war. Meine blonde Schönheit!

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