Jaka sucht Gesellschaft

Mit Jakas wachsendem Selbstbewusstsein, wuchsen auch ihre Vorstellungen von dem, was das Leben ihr bieten sollte. Zum einen, neben sehr eigenständigen Spaziergängen im Wald, das Baden. Jaka, die bei unserem ersten Strandbesuch weinend am Ufer stand, als ich schwimmen ging, entwickelte sich zu einer totalen Wasserratte. War irgendwo Wasser in der Nähe, musste sie drinnen herumplanschen. Zuerst nur mit den Pfoten, dann immer weiter, bis sie wie ein Krokodil im Wasser lag, nur noch die Schnauze, die Rückenlinie und der Schwanz schauten heraus. Liess ich sie aus irgendwelchen Gründen nicht an Wasser, z.Bsp. bei Erkältung, machte sie sich baldmöglichst davon und ging heimlich baden. Erstaunlicherweise hat sie mich im Wald immer wiedergefunden.

Außerdem nahm ich sie zum ersten Mal mit zum Coursingtraining. Zur Belustigung aller interessierte Jaka sich nicht für einen Pfennig für den falschen Hasen. Sie hüpfte stattdessen fröhlich auf der Wiese herum und wälzte sich. Also liess ich sie die zweite Runde mit ihrer Freundin Kira laufen. Jaka trabte natürlich nur munter hinterher, aber immerhin, sie rannte. Aber es dauerte nicht lange und Jaka erkannte den Sinn und Zweck dieser Übung. Ab diesem Zeitpunkt wollte sie nur noch den Kunsthasen und nichts anderes mehr. Sie ist in der Zeit, in der sie noch laufen durfte und konnte für ihr Leben gerne gelaufen. Unser erster Besuch auf der Rennbahn sah ganz anders aus. Jaka durfte die erste Runde wieder einmal mit einem anderen Hund laufen. Der war natürlich viel schneller als sie und verschwand mit dem Kunsthasen um die Kurve. Aber Jaka rannte unverdrossen weiter bis ins Ziel und hielt dort an. Offensichtlich kannte sie die Rennbahn von früher. Es gibt wenige Momente wo Jaka so glücklich aussah, wie beim Training. Heute darf sie nur noch ein paar Meter laufen, aber auch das liebt sie immer noch sehr.

Neben dem Baden und der Rennleidenschaft entwickelte Jaka bald noch eine hervorstechende Macke: Sie wollte unbedingt Gesellschaft. Sie verdeutlichte mir ihren Wunsch, indem sie einfach zu anderen Hunden ins Auto stieg, wann immer sich die Gelegenheit bot. Also fing ich an, mir Gedanken über einen zweiten Saluki zu machen. Ich begann die Homepages von Züchtern zu studieren und Leute auszufragen. Nach einer etwas enttäuschenden Kontaktaufnahme mit Züchtern auf einer Ausstellung, bekam ich Kontakt zu Manouchs Züchterin. Sie war freundlich und interessiert und bot mir an, sie zu besuchen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits gegen einen Welpen entschieden, da Jaka Welpen kategorisch ablehnte. Mein erster Besuch blieb ergebnislos, ich konnte mich nicht entscheiden. Es folgten weitere Besuche. Meine Wahl wäre ein wunderschöner Rüde gewesen, aber Jaka lehnte  diesen kategorisch ab und der Rüde mich. Also kein Rüde. Zum Glück kam daraufhin Manouch ins Spiel und siehe da: Nicht nur, dass die kleine Maus sich sehr bemühte, mir zu gefallen, ganz offensichtlich gefiel sie Jaka auch. Also wurde es Manouchehr und sie zog bei uns ein!

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